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Hühnerauge

Bei dauerhafter zu hoher Druckbelastung oder Reibung, kann es zu einer lokalen Verhornung der Haut kommen. Dabei spricht man von einem Hühnerauge oder auch Clavus, Krähenauge oder Leichdorn. Dies kann beispielsweise durch zu enge Schuhe hervorgerufen werden. Wenn der Hornhautkegel tief in die Haut hineinreicht, kann das sehr schmerzhaft werden. Am häufigsten tritt diese Erscheinung bei Frauen, Rheuma- und Diabetespatienten auf.

Unterschiede zur Warze

Warze und Hühnerauge können sich sehr ähnlich sein aber Fußpfleger und Ärzte erkennen die Unterschiede schnell. Warzen entstehen auch an Stellen, die Druck oder Reibung ausgesetzt sind. Am häufigsten findet man Dornwarzen, die meistens unter der Hornhaut zu finden sind. Außerdem kennzeichnen sie sich durch kleine schwarze Flecken oder Punkte, welche getrocknete Blutungen darstellen. Warzen haben auch keinen Hornhautkeil in der Mitte und betreffen weniger Hautschichten. Warzen werden durch Bakterien oder Viren verursacht, die in rissige oder verletzte Haut eindringen. Hauptverursacher ist das humane Papillomavirus (HPV).

Arten

Verschiedene Formen von Clavus lassen sich nicht immer eindeutig unterscheiden. Allerdings ist die Therapieform von der Art der Leichdorne abhängig.

  • Clavus mollis (weiches Hühnerauge) befindet sich in engen Zehenzwischenräumen oder verformten Zehen und hat einen weichen, flaschen Kern
  • Clavus durus hat einen harten, stark verdichteten Kern und ist meistens am äußeren Fuß zu finden.
  • Clavus subungualis befindet sich unter dem Nagel.
  • Clavus vasculare ist ein Hühnerauge, in dem sich Butgefäße befinden, weshalb es beim Entfernen oft blutet.
  • Clavus neurovasculare ist sehr schmerzhaft, da diese Art mit Nerven durchsetzt ist.
  • Clavus neurofibrosium ist großflächig und oft an der Fußsohle oder am Ballen zu finden.
  • Clavus papillaris kennzeichnet sich durch einen weißen Rand und eine Flüssigkeitsansammlung in der Mitte der Hornhautschicht. Diese Art ist sehr schmerzhaft.
  • Clavus miliaris wird auch als Pseudohühnerauge bezeichnet, da es an Stellen auftritt, die keinem Druck ausgesetzt sind. Die Verhornung auch weder tief, noch rund oder schmerzhaft.

Entstehung und Ursachen

Enges Schuhwerk, reibende Socken oder Fußfehlstellungen (Hallux valgus, Hammerzehen, knöcherne Auswüchse, etc.) können eine Ursache für ein Hühnerauge sein. Durch permanenten Druck oder Reibung entsteht zuerst eine Schwiele, wodurch sich die obersten hautschichten verdicken und verhornen. Dies bildet ein Schutzpolster gegen Druck von außen. Allerdings kann sich dieser Schutzpolster verstärken. Dann spricht man von Hyperkeratose, welche bis in die tiefen Hautschichten gelangt und einen zentralen, verhornten Dorn entstehen lässt. Dieser Dorn verursacht dann teilweise starke Schmerzen beim Einwirken von Druck. Allerdings können auch trockene Haut und Stoffwechselerkrankungen Schuld an diesem Leiden sein.

Am häufigsten tritt das Hühnerauge an der Fußsohle oder an der Seite des Fußes auf. Spreiz- oder Senkfüße sind meistens von dieser Verhornung. Zu enge Schuhe führen oft zu Hühneraugen an den Zehen, aber auch an Gelenken oder unter Zehennägeln können sie sich bilden. Selten sind sie an den Fingern.

Symptome

Eine rundliche, scharf abgegrenzte Hornhautverdickung, die etwa fünf bis acht Millimeter groß ist, kennzeichnet ein Hühnerauge optisch. Das verdickte Horn des Clavus besteht aus Kreatin und dieser verursacht, wenn er in tiefere Hautschichten reicht, teilweise erhebliche Schmerzen. Das kann bis zur Berufsunfähigkeit führen, da sie die Beweglichkeit der Betroffenen einschränken können. Das Gewebe um den Dorn kann sich verändern und Flüssigkeit kann sich ansammeln. Diese Ödeme können dann Entzündungen verursachen. Besonders unangenehm ist es, wenn der Hornhautkegel mit der Umgebung einer Gelenkskapsel verwächst. Dies kann zur einer Knochenhautreizung oder –entzündung führen. Ein Hühnerauge sollte nicht aufgekratzt werden, denn dadurch können Keime in die Wunde gelangen. Passiert dies, können sich Abszesse bilden oder die Keime breiten sich in der Haut aus. Im schlimmsten Fall führt dies zu seiner Blutvergiftung.

Behandlung

Mit einer Lupe erkennen medizinische Fußpfleger und Ärzte sofort den Keratinkegel der Verhornung. Bei der Behandlung muss der Clavus selbst beseitigt werden, sowie die Ursache. Bei der Behandlung des Clavus bieten sich Hühneraugenpflaste, salicylhaltige Tropfen oder eine mechanische Entfernung an.

Hühneraugenpflaster sind mit Salizylsäure getränkt, welche die Hornhautschichten aufweichen, damit sie dann besser entfernt werden können. Diese Pflaster trägt man drei bis fünf Tage und sind in der Apotheke oder im Drogeriemarkt erhältlich. Man sollte darauf achten, dass das Pflaster nicht verrutscht, da die Salizylsäure nicht in dünnere Hautschichten dringen sollte. Außerdem sollten Menschen mit Durchblutungsstörungen oder dünner und spröder Haut auf diese Art der Selbstbehandlung verzichten.

Salicyhaltige Tropfen werden der Packungsbeilage entsprechend aufgetragen und über mehrere Tage angewendet. Sie haben denselben Effekt wie die getränkten Pflaster und die gesunde Haut kann dabei mit Creme abgedeckt werden.

Ein Arzt, Orthopäde oder Podologe kann ein Hühnerauge oft am schnellsten entfernen. Zuerst wird die Hornhaut aufgeweicht und dann mit einem passenden Instrument entfernt. Allerdings kann es manchmal notwendig sein, die Hornhaut mit einer hornhautlösenden Substanz zu behandeln. Sehr tief sitzende Leichdorne müssen operativ entfernt werden.
Schaumstoffringe oder Einlagen helfen bei der Heilung, da sie Druck von der betroffenen Stelle nehmen. Beruhigend ist, dass jedes Hühnerauge vollständig entfernt werden kann und es gilt: je früher, desto besser.